Therapie

Integrative Taiji-Therapie

Verspannte Muskeln sind häufig die Ursache eingeschränkter Beweglichkeit, Schmerzen oder Beschwerden mit Krankheitswert. Vielen Menschen sind permanent verkürzte Muskeln, die viel Energie rauben, nicht mehr bewusst. Ein Neuerlernen der Wahrnehmung dieser Muskeln, wie es in der sensomotorischen Körperarbeit praktiziert wird, verbunden mit dem Loslassen und Entspannen im Rahmen der chinesischen Bewegungskunst Taijiquan bringen neue Energie, Kraft und Lebensqualität zurück.







Taiji verbindet in einzigartiger Weise Aspekte aus Bewegung, Meditation, Energiearbeit, Lebenspflege und angewandter Philosophie. Es verbessert die Struktur, die Beweglichkeit und Geschmeidigkeit des Körpers, stärkt die körpereigene Abwehr und fördert die geistige Leistungsfähigkeit durch Lenkung der Aufmerksamkeit und Selbstwahrnehmung, sowie durch das Erlernen und Merken der einzelnen Bewegungsbilder der Taiji-Form. In den philosphischen Aspekten der Bewegungsbilder in Wandlung liegt letztendlich der Schlüssel zum psychosozialen Welt- und Selbstverständnis.

Im Rahmen des Programms "Taiji als biopsychosoziale Therapie" wird mit Übungssequenzen aus der  Shizeng-Form gearbeite, die speziell für die Gesundheitsförderung entwickelt wurde, und die durch Übungen aus Qigong und der sensomotorischen Körperarbeit nach Prof Thomas Hanna sowie durch Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin ergänzt werden.

Die Verknüpfung unterschiedlichster Aspekte führt zu Entschleunigung im Alltag, Zunahme der Konzentrationsfähigkeit bei gleichzeitiger körperlicher Entspannung. Pathologische Konstellationen werden gelöst, körperliche sowie geistige Beweglichkeit gefördert, die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt und Impulse für Reflexion und Wandlungsprozesse gesetzt.


Gesundheit

erhalten, verbessern und wiederherstellen

»Wahrnehmung durch die Sinne und Bewegung sind die zwei Seiten von Bewusstsein. Beides ist ein Prozess, der sich seiner Natur nach selbst organisiert, sich selbst ausbalanciert und sich selbst heilt.«

- Thomas Hanna -

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Sensomotorische Körpertherapie

Sensomotorics® nach Beate Hagen ist ein Therapieansatz, der auf den Erkenntnissen des Philosophen und Stressforschers Prof. Thomas Hanna beruht.

Chronisch kontrahierte, reflexgesteuerte Muskeln üben Druck aus auf Nerven, Gefäße, Organe und Gelenke. Sie behindern den Fluss von Stoffwechsel- und Austausch- vorgängen, erschweren die Weiterleitung neuraler und hormoneller Botenstoffe, schränken die Atmung ein, schwächen Kreislauf- und Immunsystem und verbrauchen permanent Energie. Die Zahl der daraus erwachsenen Krankheiten und Beschwerden ist endlos.

Der bewusste Teil unseres Gehirns (Cortex) hat an Kontrolle über unsere Muskeln verloren, unbewusste Reflexe herrschen vor. Das ist sensomotorische Amnesie (SMA), eine „Vergesslichkeit“ des Gehirns, die durch sensomotorisches Lernen aufgehoben werden kann. Dadurch werden Blockaden gelöst, die Beweglichkeit erhöht und Beschwerden zum Verschwinden gebracht.

Da Körper und Geist eine Einheit bilden, wird im Rahmen der Therapie häufig auch unbewusster Stress, ausgelöst durch traumatische Erlebnisse oder belastende Lebensumstände mit aufgelöst, eine mentale Heilwirkung setzt ein. Dies befreit in der Folge auch die Emotionalität des Menschen. Der Mensch wird freier.

Sensomotorics findet Anwendung bei neurologischen, orthopädischen und psychosomatischen Problemen, bei Depression, Angst- und Erschöpfungszustände, bei Bluthochdruck, Asthma, gynäkologischen Problemen u.v.m. Die meisten Leiden, sind mit massiven Verspannungen verbunden und man fühlt sich entscheidend bessert, wenn sich die Spannung löst. Kopfschmerz, Schwindel, Restless Legs, Fibromyalgie, Burnout, Parkinson, Alters,- und Abnutzungserscheinungen, Skoliose und andere Fehlhaltungen sind nur einige der Leiden, bei denen dieser Ansatz einen Durchbruch bewirken kann.

Der Behandlungsansatz hat sich auch als äußerst effektiv als alternative und sanfte Schmerztherapie bewährt.

Der Schmerz wird dabei als ein eigenständiges Syndrom betrachtet - er wird also als die eigentliche Störung angesehen, die therapiert werden soll. Dabei wird versucht, durch Akupunktur, Arzneimittel aus der Natur oder körperpsychotherapeutischer Verfahren die entgleiste Balance des Patienten wieder herzustellen. Unbewusste chronische Muskelanspannungen und Störungen in der Körperwahrnehmung, die die Schmerzmuster unterstützen, werden gelöst und stellen ein harmonisches Gleichgewicht in Körper und Seele wieder her.









Sensomotorics eignet sich besonders zur Behandlung von

chronischen Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Hüft-, Knie- und Fußschmerzen, Schulter-, Arm- und Handschmerzen, u.a.

Schmerzen, die mit funktionellen Erkrankungen einhergehen (z.B. Fibromyalgie, chronische Überanstrengung, Reizdarmsyndrom, Migräne, u.a.)

Schmerzen durch Bewegungsstörungen (z.B. Versteifungen, Fehlhaltungen, Bewegungseinschränkungen, u.a.)

Missempfindungen (z.B. Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühl, u.a.)

seelischen Schmerzen (z.B. depressive Verstimmungen, Erschöpfung, Burnout, u.a.)

Im Rahmen der Harmonisierung ergänzen und durchdringen sich direkt körperlich erfahrbare und mentale Methoden. Sie umfassen sowohl Verfahren zur Selbstbefreiung von unbewussten Verspannungen wie auch die Stärkung der Selbstwahrnehmung des Körpers. Achtsamkeit im und Verständnis des eigenen Alltags dienen ebenfalls dem Erfolg der Behandlung.

Traditionelle Chinesische Medizin

Die traditionelle Medizin Chinas hat sich vor etwa 2500 Jahren als wissenschaftliches System konstituiert und hat im Verlauf der Zeit eine hoher Reife und außergewöhnlicher Leistungsfähigkeit erreicht.

Die chinesische Medizin hat sich über viele Jahrhunderte unbeeinflusst von anderen Kulturkreisen weiterentwickelt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts bahnte sich eine Auseinandersetzung mit der westlichen Medizin an. Gerade in den letzten Jahren gewinnt die chinesische Medizin in der westlichen Kultur aufgrund ihrer Wirkung immer mehr Anerkennung durch die Schulmedizin. Ihre bekannteste Methode ist die Akupunktur. Sie gilt als sanfte, minimal invasive Therapie, sowohl für körperliche als auch für mentale dysfunktionale Zustände und wird aufgrund ihrer Wirkung innerhalb der Schmerztherapie sehr geschätzt.










Chinesische Medizin verhält sich jedoch kulturell grundlegend anders als westliche Medizin. Ihre Methoden sehen, verstehen und behandeln den Menschen als Ganzes, jeden individuell und entsprechend dem Disharmoniemuster, das er ausprägt.

Wisssenschaft und Wissenschaftlichkeit im chinesischen Denken basieren auf anderen erkenntnistheoretischen Bedingungen als im westlichen Denken. Die Basis bilden philosophische Klassiker, allen voran das Yijing, der Klassiker der Wandlungen.

Chinesische Medizin stellt somit nicht nur ein ganzheitliches System dar, sondern zeichnet sich auch aus durch seine Breite der Anwendungs- möglichkeiten sowie durch seine erkenntnistheoretische und gesundheitsphilosophische Tiefe.

Akupunktur und Chinesische Arzneimitteltherapie sind neben Diätetik, Taiji/Qigong und Tuina die wesentlichsten therapeutischen Interventionsmethoden.

Sensomotorics:

Sanfte Therapie für Körper und Psyche

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