Leben in Bewegung und Wandlung

»Taiji als Weg zu Gesundheit, Selbstreflexion, Erkenntnisfähigkeit und Weltverständnis«

Im westlichen Sprachgebrauch bezeichnet Taiji oftmals körperlich-meditative Übungen. Diese werden beispielsweise zur Entspannung oder aus anderen gesundheitlichen Gründen eingesetzt. Taiji ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Vorbei sind die Zeiten, als die versammelten Schattenboxer im Park gelächelt wurden. Ein Grund mehr, sich auch mit den philosophischen Hintergründen der fernöstlichen Praktiken zu beschäftigen.

Innerhalb des Daoismus ist Taiji ein Ausdruck für das höchste Wirkprinzip. Genauer betrachtet, ist das Taiji ein harmonisches Wechselspiel zweier entgegengesetzter Kräfte: Yin und Yang. Ein erfülltes Leben besteht nun darin, die Harmonie dieses Wechselspiels nachzubilden.

Und genau dort setzt auch Taiji als biopsychosoziale Interventionsmethode an. Taiji vesucht mit seinen Übungen und Bewegungsbildern, Gegensätzliches zusammenzu- bringen und dadurch Einheit zu finden - etwas, worum sich auch die Philosophie auf geistiger Ebene bemüht.

Taiji stellt somit nicht nur einen integrativen und therapeutischen Ansatz für Körper und Geist dar, sondern bietet auch eine Lebensphilosophie, einen Weg für ein gesundes und ausgeglichenes Leben, sowie - in Verbindung mit persönlichem Coaching - einen Weg zu Selbstreflexion, Weltverständnis, Orientierung und damit auch Zukunftskompetenz

Das Oktagon als Übergansform zwischen Quadrat und Kreis, zwischen Materie und Geist, gilt als Symbolik der achtgeteilten Einheit und damit als Ausdrucksmuster von Leben in Bewegung und Wandlung.

»Bewegung bedeutet, dass nichts still steht, dass nichts bleibt wie es eben erst war, sondern dass sich alles wandelt, verändert, transformiert, bis hin zum ursprünglich gesteckten Ziel, das auf dem Zeitstrahl der Veränderung ebenfalls Veränderung erfährt. Dadurch wird Leben lebendig, Entwicklung und Wachstum möglich, im Bewussten wie im Unbewussten.«   WJRS

»Wenn bestimmte innere Zusammenhänge

deutlich werden, prägen sie sich unserem

Bewusstsein ein und leiten es.«

Jean Gebser

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