
Maximen für den Wandel
Auszug aus dem Strategischen Manifest, initiiert von Angela Imdahl & Michael Franz,
entwickelt von „Strategie & Dialog für den Wandel“, Mitglieder des Bundesverbandes StrategieForum e.V.
1. Statt eines nur auf materielle oder finanzielle Attribute gerichtetes Verständnis von Wohlstand fordern und fördern wir, dass Gesundheit umfassend als körperliches, geistiges, psychisches und soziales Wohlbefinden verstanden und angestrebt wird.
2. Statt eines rein linearen und logisch-analytischen Denkens fordern und fördern wir eine vernetzte Denkweise, die den Erkenntnissen der modernen Gehirnforschung und Systemtheorie und der zunehmenden Komplexität des Lebens gerecht wird.
3. Statt das Leben den technologischen Trends anzupassen, fordern und fördern wir, dass neue technologische Entwicklungen stets dem Menschen, der Menschlichkeit und dem Erhalt der Natur unterzuordnen sind und nicht umgekehrt.
4. Statt einer auf kurzfristige Profitmaximierung gerichteten Unternehmensführung fordern und fördern wir eine auf Dauerhaftigkeit ausgerichtete Wirtschaftsweise. Umsatz und Gewinn sind kein Selbstzweck, sondern Kriterien, die den Grad einer effektiven Unternehmensführung und auch Potentialentfaltung der Mitarbeiter aufzeigen.
5. Statt einer sozial und ökologisch schädlichen Überproduktion, fordern und fördern wir eine Wirtschaft, die auf die Befriedigung natürlicher und konstanter Grundbedürfnisse und das Gemeinwohl gerichtet ist.
6. Statt einer auf Rechthaben und der Durchsetzung von Teilinteressen ausgerichteten Diskussion fordern und fördern wir den respektvollen Austausch von Ideen, Argumenten und Meinungen, die die Interessen und Kompetenzen aller Beteiligten und Betroffenen in angemessener Weise berücksichtigen. Der Mewes-Strategie folgend, wollen wir neue, auch unkonventionelle Wege der Kommunikation unterstützen, begleiten und umsetzen.
7. Statt einer Verschwendung materieller und geistiger Energie fordern und fördern wir die Konzentration auf das jeweils Essenzielle - sei es im Bereich der Berufs- und Unternehmenswelt, in der Gesundheits-, Kultur oder Bildungsszene.
8. Statt eines überwiegend auf die Reproduktion von zusammenhanglosem Wissen basierendem Bildungssystems fordern und fördern wir Lernwelten, die befähigen, komplexe Probleme kreativ, innovativ und im ergänzenden Miteinander zu lösen. Alternative Schulkonzepte können hier wertvolle und weiterführende Impulse geben.
9. Statt einer Wirtschaftsweise, die die Prinzipien der Natur ignoriert, fordern und fördern wir, dass sich Ökonomie und Unternehmen an der EKS als einer evolutionskonformen Philosophie orientieren. Sinnvolle Spezialisierung und Kooperation versprechen einen höheren Wirkungsgrad als der zersetzende Kampf um Ressourcen oder Preise.
10. Statt vorschneller Bewertungen, Urteile und Aktivitäten, die oft ohne Einblick in die Zusammenhänge oder auf Grund einseitiger oder verkürzter Informationen erfolgen, fordern und fördern wir Problemlösungen, die aus der „Tiefe der Zusammenhänge“ entwickelt werden.
